Dekorative Künste in der Stauferzeit
Friedrich II. von Staufen liebte es, sich mit Künstlern und Architekten, Schriftstellern und Musikern, Theologen und Wissenschaftlern zu umgeben. Sein Hof war ein Treffpunkt für lateinische, griechische, arabische und hebräische Kulturen. Kunst durchdrang jeden Aspekt des täglichen Lebens, von Möbeln über die Jagd bis hin zu Büchern und Textilien. Bücher, insbesondere mit ihren illuminierten Initialen und figürlichen Verzierungen, sind echte Meisterwerke. Ein Beispiel ist Friedrichs Abhandlung über die komplexe und raffinierte Kunst der Vogeljagd, die kostbare Zeichnungen enthält: Hunderte von Vögeln sind mit großer naturgetreuer Genauigkeit illustriert und nach ihrem Lebensraum (Wasser, Land oder Zwischenraum) und ihrer Natur (räuberisch oder nicht) klassifiziert. In der Abhandlung werden Zucht-, Trainings- und Jagdtechniken von Vögeln als tatsächliche Wissenschaft dargestellt.
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