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Monster und mittelalterliche Bestiarien

Das Leben eines mittelalterlichen Menschen war von Tieren bevölkert, sowohl realen als auch fantastischen. Aus der religiösen Weltsicht entstanden die Bestiarien: keine bloßen Naturgeschichts-Handbücher, sondern Texte, die durch die bildliche und allegorische Beschreibung verschiedener Tierarten die Gläubigen davor warnen, sich verhaltenswidrig zu Glauben und Moral zu verhalten. So übertragen sich die Tiere von den illuminierten Buchseiten auf Portale, Kapitelle, Mosaike, Fresken, Schlusssteine und Wandteppiche von Kirchen und Gebäuden. Von Einhörnern bis Drachen, von Affen bis Löwen, Tiere sind allgegenwärtig. Im Castel del Monte beißen sich vier Drachen auf einem der Schlusssteine im ersten Stock gegenseitig. Sie sind aus Kalkstein geschnitzt und repräsentieren den Zeitverlauf. Sie haben große Augen, gefiederte Flügel, Klauenfüße und geknotete Schwänze. Das 3D-Modell ermöglicht es Ihnen, ihre Merkmale besser zu entdecken.

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